Les Misérables
Der Handel
THÉNARDIER
Herr, was nun, solch ein Schreck!
Nehmt Ihr uns unser Goldkindchen weg?
Unser Glück! Unser Schatz!
Keiner liebt so wie wir diesen Spatz!
Liebe war's! Nicht nur Pflicht!
Klein-Cosettchen verschachert man nicht!
Ach, Fantine, kannst nich seh'n,
deinem Kind ist nur Gutes gescheh'n.
Es vertraut uns ja blind,
so als wär's unser eigenes Kind!
Unser Kind, Monsieur
VALJEAN
Das alles spricht für Euch, mein Herr.
Damit die Trennung leichter fällt -
sprechen wir nicht von Handel und Geld und Gier,
ich hoffe doch, Euch reicht das hier?
MADAME THÉNARDIER
Wir wär'n quitt, Euch sei Dank,
aber leider, sie war so oft krank.
Das schluckt mehr als man denkt,
Medizin wird weiß Gott nicht verschenkt.
Doch daran sparten wir nicht.
Das versteht sich, das ist Christenpflicht!
THÉNARDIER UND FRAU
Eines noch. Nehmt's nicht krumm.
Hier schleicht mancher Halunke herum.
Ihr seid sehr drauf erpicht.
Eure Absichten kennen wir nicht...
VALJEAN
Schweigt jetzt still. Ich bezahl
fünfzehnhundert für all Euer "Qual".
Komm, Cosette, Abschiedszeit,
wir woll'n fort von hier, schleunigst und weit.
Für Cosette vielen Dank.
Euer Schmerz dauer sicher nicht lang.
Weitere Songtexte (Lyrics), französische
Chansons sowie andere Balladen aus dem französischen Musical "Les Misérables" (Die Elenden), finden Sie unter www.french-musicals.de.