French Musicals

Gargouilles – Wasserspeier

Die Wasserspeier der Kathedrale Notre Dame – die berühmten Gargouilles

Gargouilles Wasserspeier von Notre Dame

Gargouilles Wasserspeier von Notre Dame

Drolerie auf der Kathedrale „Notre-Dame“. Diese berühmten Grotesken der „Galerie des Chimères“, blicken von der oberen Balustrade der Kathedrale Notre Dame auf die Metropole Paris hinab.

Victor Hugo (1802-1885) schrieb 1831 einen historischen Roman Notre-Dame de Paris, dessen Kernhandlung unter dem deutschen Titel „Der Glöckner von Notre-Dame“ und den diversen entsprechenden Filmen bekannt geworden ist. Der unglückliche, verkrüppelte Held Quasimodo hat das Treiben auf der Straße von oben aus beobachtet.

Diese seltsamen Gargouilles sind die einzigen Spielgefährten und Freunde des Quasimodo, dem Glöckner von Notre Dame. In seiner Fantasie sind diese Wasserspeier lebendig und unterhalten sich mit ihm.

Die originalen Wasserspeier wurden im 18. Jahrhundert entfernt, als einige durch die Witterungseinflüsse zu zerbröckeln begannen und 60 Meter tief auf das Pflaster stürzten. Die Figuren sind heute Kopien, bzw. Neuschöpfungen aus dem 19. Jahrhundert und durch den Roman von Victor Hugo beeinflusst. Man merkt das aus der Nähe deutlich an dem Betoncharakter des Materials.

Solche groteske Phantasiefiguren an den Außenseiten der Kirchen hatten seit alters her apotropäische Bedeutung, sie sollten also bösen Zauber abwehren. Die Monstren aller Art sind eine Besonderheit der romanischen Kunst. Im 13. Jh. geht ihre Darstellung an bevorzugten Plätzen wie den Portalen merklich zurück, vermutlich durch den starken Einfluss der Zisterziensermönche. So wurden die seltsamen Fabelwesen in gotischer Zeit nur noch an den Regenwasserspeiern angebracht.