French Musicals

Le Soldat Rose – Handlung

Eines Abends versteckt sich ein kleiner Junge namens Joseph in einem großen Spielzeugladen
und lässt sich dort einschließen. Als die Nacht hereinbricht, beobachtet er, wie die
Spielfiguren langsam zum Leben erwachen.

Die erste Spielfigur, die er kennenlernt ist Betty Quette, eine kleine Puppe, die sich daran
erfreut, die Preisschilder und Etiketten der Spielsachen im Regal zu vertauschen, um sicher
zu stellen, dass die Figuren niemals verkauft werden und somit alle für immer zusammen
bleiben können. Ihr Motto: Zusammen bleiben ist ganz einfach, wir müssen nur viel zu teuer
und viel zu hässlich sein.

Joseph verlässt sein Versteck und erklärt, das er die Welt der Erwachsenen zu engstirnig,
winzig und leer findet. Es fehlt an Fantasien, Träumen und Poesie.

Mehr und mehr Spielfiguren versammeln sich und beginnen den unerwarteten Besuch mit
Verwunderung zu bestaunen.

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Dann tritt eine Spielfigur aus dem Regal hervor, es ist ein rosa Soldat. Er ist komplett
rosa, von den Schuhen bis hin zu seiner Maschinenpistole. Seit Jahren ist er schon hier im
Regal, weil niemand an ihm Interesse zeigt. Die Jungen mögen die Farbe rosa nicht und die
kleinen Mädchen mögen keine Maschinenpistolen und wollen keinen Soldat zum spielen.

Die Spielfiguren empfehlen Joseph, den kleinen elektrischen Zug zu nehmen und das gesamte
Spielregal zu erkunden. Joseph begegnet während seines Besuches den König und die Königin
der Schachfiguren und Cousin Puzzle, der sich jeden Tag daran erfreut, alle Spielfiguren zu
ordnen und wieder durcheinander zu bringen, wie bei einem Puzzle Spiel.

Plötzlich platzt der Nachtwächter des Spielzeuggeschäftes herein, aber er bemerkt die
lebenden Spielfiguren nicht. Schnell versteckt sich Joseph zwischen den Chiffon Puppen. Eine
Puppe Made in Asia erzählt ihm, das sie von einem kleinen Mädchen in einem weit entfernten
Land in Asien genäht wurde.

Der Soldat Rose erklärt Joseph, das er sehr traurig ist, da er von seiner Verlobten getrennt
wurde. Man hatte sie verkauft und er musste hier bleiben. Die Puppe Made in Asia ähnelt
seiner Verlobten sehr. Joseph will bei dem kleinen Chemiker nach dem Bausatz für solch eine
Puppe fragen. Der kleine Chemiker kann damit leider nicht dienen, aber er macht viele
Scherze und bringt damit alle zum Lachen.

Ein Mann vom Putzdienst kommt vorbei und Joseph wundert sich, als dieser Mann ebenfalls die
sich bewegenden Spielfiguren sehen kann. Nur die Menschen, die die Welt aus den Augen eines Kindes betrachten, sind in der Lage, die lebenden Spielfiguren zu sehen.

Der Mann erklärt ihm, das alles eine Frage des Wollens sei und das es genüge, seine rosa
oder blau gefärbte Brille des Kindseins aufzubehalten, die viele Erwachsenen vernachlässigt in
die Ecke gelegt und vergessen haben.

Kurz bevor der Putzgehilfe die Gruppe der Spielfiguren verlässt, erzählt er den Spielsachen,
das sie den kleinen verloren gegangenen Jungen heim schicken sollen, denn seine Eltern
sitzen zuhause und weinen. Joseph fragt sich, was er wohl machen soll: für immer bei den
Spielfiguren bleiben und dabei seine Eltern zum Weinen bringen oder zurück zu seiner Familie
gehen und seine neu gewonnen Freunde verlassen.

Die Figuren machen dem kleinen Jungen klar, das es kein größeres Glück auf der Welt gäbe,
als in den Armen seiner Eltern zu liegen und die Liebe seines Papa und seiner Maman zu
spüren. Und auch wenn es sehr weh tut zu gehen, sei es doch besser, zu seinen Eltern zurück
zu kehren. Die Lautsprecherstimme des Spielzeugwarenladens ruft den Direktor des Geschäftes, der daraufhin die Eltern des kleinen Joseph anruft.

Joseph läuft glücklich in die Arme seiner Eltern. Im gleichen Moment bemerkt der Soldat Rose
die Puppe Josephs kleiner Schwester, die der Puppe Made in Asia ähnelt, in einem Kleid das
einem Taschentuch ähnelt und zwei kleinen blauen Knöpfen als Augen – es ist die Verlobte des
Soldat Rose.

Der Direktor des Spielzeugladens ist glücklich über das Happy End und verkündet, das er sich
entschlossen hat, sein Geschäft zu schließen. Die Kunden würden sich beschweren, das alle
Spielsachen viel zu teuer seien. Also hat er sich entschlossen die Spielsachen einem
Waisenhaus zu geben. Die Spielfiguren sind außer sich vor Freude: sie werden alle für immer
zusammen bleiben!